Gemischtes Gulasch von Benz. Gulasch aus Schwein und Rind, langsam in eigener Soße geschmort.
Gemischtes Gulasch von Benz ist ein verzehrfertiges Gulasch aus Schweine- und Rindfleisch aus der Metzgerei Benz in Köngen, geschmort in der hauseigenen Bratensoße mit Tomaten. Ohne Formfleisch, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe – 410 Gramm Dose, zwei Portionen.
Gemischtes Gulasch ist das Gulasch, das in den meisten Familien tatsächlich auf den Tisch kam – die Mischung aus Schwein und Rind, die günstiger war und weicher wurde als das reine Rindergulasch der Kochbücher. Gina Benz hat genau dieses Gericht in die Dose gebracht, mit dem Fleisch aus der eigenen Metzgerei und der Soße, die dort ohnehin im Kessel steht. Du erwärmst den Inhalt fünfzehn Minuten, kochst Bandnudeln dazu, und auf dem Teller liegt das Gulasch, das du von früher kennst.
Weicher als reines Rind, kräftiger als reines Schwein
Das gemischte Gulasch von Benz schmeckt runder als ein Rindergulasch, weil das Schweinefleisch mit seinem Fett die Soße milder macht und die Rindwürfel für den Biss sorgen. Die Soße ist dunkel und leicht tomatig, mit der Süße geschmorter Zwiebeln und der Tiefe aus Knochen, die einen Tag lang ausgekocht wurden. Gewürze bleiben im Hintergrund, Paprika und Schärfe halten sich zurück.
Die Fleischstücke sind unterschiedlich: Das Schwein zerfällt fast, das Rind bleibt als Würfel erkennbar. Beides zusammen ergibt auf der Gabel eine Mischung, die du vom selbst gekochten Gulasch kennst – nie ganz gleichmäßig, dafür abwechslungsreich. Die Bindung kommt aus Maisstärke und Gelatine, die Soße haftet an Nudeln und bleibt geschmeidig.
Wer ein Gulasch mit viel Paprika, Kümmel und Majoran erwartet, wird dieses hier als zu schlicht empfinden. Es ist ein schwäbisches Schmorgulasch statt eines ungarischen. Und wer ausschließlich Rind essen möchte, für den ist dieses Gulasch nicht geeignet – hier sind 35 Prozent Schwein und 15 Prozent Rind drin. Das Rinderedelgulasch aus dem gleichen Haus ist dann die bessere Wahl.
Bandnudeln, Spätzle, Kartoffeln – und ein Rest fürs Brot
Die Dose reicht für zwei Portionen und wird bei kleiner Hitze etwa fünfzehn Minuten im Topf erwärmt, gelegentlich umgerührt. In der Mikrowelle sind es vier Minuten in einem geeigneten Gefäß. Die Beilage, die Familie Benz nennt, sind Bandnudeln – sie nehmen die Soße am besten auf. Spätzle sind die schwäbische Antwort darauf, Salzkartoffeln oder Kartoffelstampf die norddeutsche.
Ein paar Ideen aus unserer Küche: Das Gulasch mit einem Löffel saurer Sahne und Schnittlauch anrichten, das macht es frischer. Eine Handvoll Champignons anbraten und unterrühren, dann wird es zum Pilzgulasch. Reste vom Vortag auf eine dicke Scheibe Bauernbrot – kalt oder kurz erwärmt – ergeben ein Abendbrot, das mehr ist als Wurst. Für vier Personen nimmst du zwei Dosen und eine halbe Dose Bratensoße, dann bleibt niemand auf dem Trockenen.
Für ein Essen mit Gemüse: Paprikastreifen und Zucchiniwürfel in Öl anbraten, das Gulasch dazu, zehn Minuten köcheln. Das Gemüse gibt etwas Süße und Frische, das Gulasch bleibt Gulasch. Dazu Reis, und das Gulasch reicht plötzlich für drei.
Gut zu wissen: Das Gulasch ist glutenfrei und laktosefrei und damit auch für Gäste mit Unverträglichkeiten direkt geeignet. Für eine Gulaschsuppe ist es zu kompakt, dafür wäre mehr Flüssigkeit nötig.
Ein Hinweis zu den Portionen: Zwei Portionen bedeuten zwei Teller mit Beilage. Für zwei sehr hungrige Esser oder für drei Personen ist eine Dose knapp – dann besser zwei Dosen aufmachen und den Rest am nächsten Tag essen. Im Kühlschrank hält das Gulasch abgedeckt zwei bis drei Tage und wird beim zweiten Erwärmen eher besser als schlechter.
Zwei Tiere, ein Landkreis
Das Schweinefleisch für dieses Gulasch kommt vom Landwirt in Köngen, das Rindfleisch vom Metzgerschlachthof in Göppingen mit Tieren von Familienbetrieben aus dem Stauferland und der Schwäbischen Alb. Beide Tiere werden in der Metzgerei Benz zerlegt, das Gulasch wird aus den Teilstücken geschnitten, die sich zum Schmoren eignen. Mindestens 180 Gramm Fleisch stecken in jeder Dose.
Geschmort wird in der Bratensoße, die Benz auch pur verkauft – hier auf Basis von Schweineknochen, mit Gemüse aus Köngen, mindestens 24 Stunden reduziert. Tomaten kommen dazu, für die Farbe und eine leichte Fruchtsäure. Das Fleisch gart in der Soße, bis das Bindegewebe weich ist, dann wird abgefüllt und in der Dose noch einmal erhitzt. Diese zweite Hitze macht das Gulasch ungeöffnet rund zwei Jahre haltbar, ohne Konservierungsstoff.
Warum die Mischung aus Schwein und Rind so gut funktioniert, lässt sich erklären: Schweinefleisch hat mehr intramuskuläres Fett und wird beim Schmoren schneller weich. Rindfleisch hat mehr Bindegewebe, braucht länger und gibt dafür mehr Gelatine und Geschmack an die Soße ab. Zusammen geschmort ergänzen sie sich – das Schwein bringt die Saftigkeit, das Rind die Tiefe. Reines Rindergulasch ist edler, gemischtes ist runder. Für ein Alltagsessen ist rund oft die bessere Wahl.
Der Betrieb dahinter ist ein Familienunternehmen in fünfter Generation: Metzgermeister Daniel Benz und seine Frau Monika führen die Schwanen-Metzgerei in Köngen, Tochter Gina ist Metzgermeisterin und Food-Managerin. 2019 haben sie gemeinsam die Feinkostmanufaktur gegründet. „Schmeckt wie bei Oma" ist dabei Ginas Anspruch an jedes Produkt – und beim gemischten Gulasch trifft er am genauesten.
Das Alltagsgulasch, das im Schrank Platz hat
Gemischtes Gulasch ist ein Dienstagsessen. Genau dafür ist die Dose gedacht: für den Abend, an dem niemand einkaufen war, für die Woche, in der die Zeit fehlt, für den Vorrat im Wohnmobil. Sie steht im Schrank neben den Nudeln und wartet.
Wer Fertiggerichte sonst meidet, weil die Zutatenliste zu lang ist, findet hier sechs Zeilen: Schweinefleisch, Rindfleisch, Bratensoße, Maisstärke, Tomaten, Salz und Gewürze. Als Geschenk passt es zusammen mit der Rinderroulade aus derselben Metzgerei in ein Paket für Menschen, die gern essen und wenig Zeit haben.
Gemischtes Gulasch aus Köngen: Schwein und Rind, einen Tag geschmort – bei dir sind es noch fünfzehn Minuten.