Gruber's Kirschenragout mit Tonkabohne. Fruchtragout aus Süßkirschen – locker, fruchtig, mit warmem Vanilleduft.
Gruber's Kirschenragout mit Tonkabohne ist ein handgemachtes Fruchtragout aus Reigersberg bei Ilz in der Oststeiermark. Drei Zutaten stehen auf dem Etikett: Süßkirschen, Zucker und Tonkabohne. 210 g im Glas, zum Löffeln, Streichen und Wärmen. Ohne Geliermittel, ohne Farbstoffe, ohne Konservierungsstoffe.
Kirschenragout mit Tonkabohne von Gruber's ist das Glas für den Moment nach dem Essen. Ein Fruchtragout liegt zwischen Kompott und Konfitüre: Die Früchte werden mit Zucker eingekocht, aber kein Geliermittel bindet die Masse zu einer festen Schicht. Das Ergebnis ist locker und saftig, eher eine Beilage als ein Brotaufstrich. Die Fruchtzauberei kocht dafür Süßkirschen und gibt eine Zutat dazu, die in der steirischen Küche eher selten auftaucht: die Tonkabohne. Ihr Duft erinnert an Vanille, Mandel und frisches Heu. Zusammen mit der Kirsche ergibt das einen Geschmack, der an Kirschkuchen und Schwarzwälder Torte denken lässt, nur leichter. Bei uns ist das Ragout seit Jahren eines der beliebtesten Gläser der Fruchtzauberei, gerade bei allen, die gern Kaiserschmarrn machen.
Süße Kirsche, warme Tonka, saftig im Löffel
Das Ragout schmeckt zuerst nach Süßkirsche: rund, mild und fruchtig, mit wenig Säure. Süßkirschen sind weicher im Geschmack als Sauerkirschen, sie bringen Frucht statt Herbheit. Dahinter kommt die Tonkabohne. Sie legt einen warmen, leicht vanilligen Ton über die Kirschen, dazu eine feine Note, die an Marzipan und Bittermandel erinnert.
Die Tonkabohne bleibt dabei im Hintergrund. Sie ist eher das, was eine Prise Zimt im Apfelstrudel ist: Du bemerkst sie, weil der Geschmack runder und länger wird. Wer Tonka zum ersten Mal probiert, denkt oft zuerst an Vanille und erst beim zweiten Löffel an etwas anderes.
Weil das Ragout allein mit Zucker eingekocht ist, fließt es vom Löffel. Es hat mehr Saft als eine Konfitüre und liegt auf dem Teller wie eine dicke Soße mit Frucht. Auf dem Brot funktioniert es trotzdem, wenn du es wie einen Aufstrich behandelst und dünn verteilst. Wer eine feste, schnittfeste Konfitüre für die Frühstückssemmel sucht, greift besser zur Kirschenkonfitüre aus demselben Haus.
Kaiserschmarrn, Eis, Joghurt: das Ragout gehört zum Dessert
Der klassische Platz für ein Fruchtragout ist neben dem Kaiserschmarrn. In Österreich kommt dazu meist ein Zwetschkenröster auf den Tisch, mit Kirsche und Tonka wird daraus eine Variante für Gäste. Du erwärmst das Ragout kurz in einem kleinen Topf und stellst es in einer Schüssel dazu. Jeder nimmt sich, so viel er mag.
Zu Palatschinken, Pfannkuchen und Waffeln passt es genauso. Auf Vanilleeis gegeben, ergibt es warme Kirschen mit Eis, eine Kombination, die auch Kinder mögen. Über Grießbrei, Milchreis oder Topfenknödel verteilt, bringt es Farbe und Frucht auf den Teller.
Kalt schmeckt das Ragout im Naturjoghurt oder im Skyr, mit etwas Granola obendrauf. Für ein Dessert im Glas schichtest du Mascarpone-Creme, zerbröselte Löffelbiskuits und Kirschenragout übereinander. Nach einer Stunde im Kühlschrank ist aus drei Zutaten ein Nachtisch geworden, der nach viel Arbeit aussieht.
Auch zu Käse ist Kirsche mit Tonka eine Überlegung wert. Zu einem milden Ziegenfrischkäse oder zu Brie wirkt das Ragout wie ein süßes Chutney. Und in der Weihnachtszeit passt es zu Lebkuchen, zu Vanillekipferln und zu einem Stück Stollen.
Als Kuchenbelag funktioniert es ebenfalls. Auf einen Käsekuchen oder eine Topfentorte gibst du das Ragout erst nach dem Backen. Dann bleibt der Saft auf der Oberfläche und läuft nur ein wenig an den Rändern herunter.
Unser Tipp: Stell das Glas kurz in heißes Wasser, statt das Ragout im Topf zu erhitzen. So wird es lauwarm, die Tonkabohne duftet stärker, und die Kirschen bleiben ganz so, wie sie im Glas waren.
Ein Fruchtragout aus der Fruchtzauberei
Das Ragout entsteht in der Fruchtzauberei in Reigersberg bei Ilz, einem kleinen Familienbetrieb in der Oststeiermark. Die Geschichte des Hofs reicht bis 1860 zurück, Anfang der 1990er-Jahre kam der Obstbau dazu, vor allem mit Äpfeln. René Gruber betreut als Obstbaumeister den Anbau, Beatrix bringt als Köchin Obst und Gemüse ins Glas.
Fruchtragouts gehören zum festen Sortiment der Fruchtzauberei, neben Konfitüren, Chutneys, Sirupen, Saucen und Pesto. Das Kirschenragout zeigt, wie die Rezepte dort entstehen: durch gemeinsames Probieren und Experimentieren, bis der Geschmack passt. So beschreiben es Beatrix und René selbst. Dass eine tropische Bohne ins Kirschglas findet, ist das Ergebnis dieser Neugier. Die Tonkabohne ist der Samen eines Baums aus Südamerika und wird in der Küche meist fein gerieben, ähnlich wie Muskatnuss.
Gemacht wird von Hand. Neben den Süßkirschen kommen nur Zucker und Tonkabohne ins Glas. Der Grundsatz der beiden lautet „Lieber Klasse als Masse". Erhältlich ist das Ragout am Hof, in einigen ausgewählten Läden und bei Leni & Hans.
Für Kaiserschmarrn-Köche und Dessertmenschen
Dieses Ragout ist für alle, die am Wochenende gern etwas Süßes kochen und dafür eine Beilage im Vorrat haben wollen. Es passt zu Familien, bei denen Kaiserschmarrn und Palatschinken auf dem Speiseplan stehen, und zu allen, die Vanilleeis selten pur essen. Als Geschenk ist es eine schöne Überraschung für Menschen, die Tonkabohne zum ersten Mal probieren. Zusammen mit einer Packung Eiswaffeln, einer Vanilleschote oder einem Säckchen Staubzucker für den Kaiserschmarrn wird daraus ein kleines Sonntagspaket.
Für Brot und Semmel ist die Kirschenkonfitüre die streichfeste Schwester. Wer Kirsche mit Marille mag, probiert das Marillen Kirsch Duett. Das ganze Sortiment aus Reigersberg zeigt dir die Seite von Gruber's Fruchtzauberei.
Nicht geeignet ist das Ragout als Füllung für Kekse oder Tortenschichten, dafür ist es zu saftig. Für Linzer Augen und Biskuitrouladen nimmst du besser eine Konfitüre.
Ein Fruchtragout aus Süßkirschen und Tonkabohne – für den Kaiserschmarrn am Sonntag, das Vanilleeis und das Dessert im Glas.