Wajos Pfirsich Sauce mit Whisky. Ein Fünftel Pfirsichpüree, Honig, Zwiebeln und 6 Prozent Whisky – die süß-pikante Grillsauce zu Schwein, Hähnchen und Halloumi.
Wajos Pfirsich Sauce mit Whisky ist eine Grillsauce aus 20 Prozent Pfirsichpüree, Honig, Tomatenmark, 6 Prozent Whisky, Zwiebeln, Branntweinessig und Gewürzen, mit Raucharoma, 245 ml aus Dohr an der Mosel. Kein Ketchup, kein Chutney zum Löffeln, keine Schärfebombe, sondern eine dickflüssige Sauce zum Dippen und Glasieren – süß vorn, sauer und pikant hinten.
Pfirsich Sauce mit Whisky von Wajos ist die Flasche, die im Sommer auf unserem Gartentisch neben dem Grill steht – bei uns gern bestellt, meist im Mai und Juni. Der Abend sieht so aus: Nackensteaks vom Rost, Maiskolben, ein Salat, und in der Mitte die Sauce, in die alle abwechselnd dippen. Die Kinder wegen der Süße, die Erwachsenen wegen der Zwiebel, dem Rauch und dem Whisky, der weniger nach einem Glas Whisky schmeckt als nach einer Sauce mit Charakter. Am Ende des Abends ist die Flasche halb leer, und niemand hat Ketchup vermisst.
Süß wie reifer Pfirsich, dann Zwiebel, Rauch und ein Zug Whisky
Mit Johannisbrotkernmehl gebunden, bleibt die Sauce auf dem Fleisch liegen, statt herunterzulaufen. Zuerst schmeckst du Pfirsich und Honig, weich und rund. Dann kommt die herzhafte Schicht: Zwiebeln, Tomatenmark, Knoblauch, ein Hauch Rauch aus Raucharoma. Der Branntweinessig hält die Süße in Schach, und ganz hinten sitzt der Whisky – sechs Prozent, genug für eine warme, leicht malzige Tiefe, während der Alkohol selbst im Hintergrund bleibt. Die Gewürze geben eine milde Schärfe, die auf der Zunge bleibt und dabei sanft ist.
Süß ist die Sauce, das musst du wissen: knapp 50 Gramm Zucker auf 100 Milliliter, aus Zucker, Honig, Pfirsich und Rübensirup. Mit Honig fällt sie für Veganer aus. Wer eine scharfe, rauchige Barbecue-Sauce will, ist mit der Barbecue Sauce mit Hickory Rauchsalz besser bedient. Und wer Frucht auf Fleisch grundsätzlich meidet, wird hier kaum warm.
Zum Dippen, zum Glasieren und in der Pfanne mit Zwiebeln
Am einfachsten ist der Dip: Nackensteak, Bratwurst, Hähnchenspieße oder Halloumi vom Grill, die Sauce daneben. Sie passt zu allem, was Fett und Röstaromen hat, weil ihre Süße und Säure dagegenhalten. Zu Pommes und Kartoffelspalten ist sie der Ersatz für Ketchup, den Kinder sofort annehmen.
Zum Glasieren kommt sie in den letzten fünf Minuten auf das Fleisch: Hähnchenschenkel, Spareribs, Schweinebauch mit einem Pinsel bestreichen und noch einmal kurz auf den Rost. Dabei bleibt es – der Zucker karamellisiert schnell und wird bitter, wenn er zu lange direkt über der Glut liegt.
In der Küche funktioniert sie als Basis für eine schnelle Pfannensauce: Zwiebeln in Butter anschwitzen, zwei Esslöffel Sauce dazu, mit etwas Brühe aufgießen, zum Schweinefilet oder Hähnchenbrust servieren. In Hackfleisch für Burger gerührt gibt sie Saft und Süße. Auf einem Burger mit Speck und Cheddar ersetzt sie die Barbecue-Sauce, mit deutlich mehr Frucht. Und in einer Marinade mit Öl und Sojasauce macht sie Hähnchenflügel klebrig und dunkel.
Nicht geeignet ist sie für Fisch mit feinem Geschmack, für Rindersteak, das du pur essen willst, und für alles, was lange kochen soll. Nach dem Öffnen gehört die Flasche in den Kühlschrank.
Unser Tipp: Schweinenackensteaks vom Grill, in den letzten Minuten mit der Sauce bestrichen, dazu Ofenkartoffeln mit dem One For All Rub – der Sonntag, für den bei uns die Flasche gekauft wird.
Gekocht in Dohr, von einem Betrieb, der mit Likör anfing
Dass ein Betrieb an der Mosel Whisky in eine Grillsauce gibt, ist weniger überraschend, wenn du weißt, woher Wajos kommt. Der Name steht für Walter Josef Oster, Gründer einer Winzerfamilie in Ediger-Eller, die seit 15 Generationen Wein macht. In den 1980er-Jahren eröffnete Walter Oster eine Likörmanufaktur neben dem Weingut – Spirituosen waren also von Anfang an das Handwerk, lange bevor Cremas, Öle und Saucen dazukamen.
Sein Sohn Peter Oster und Ulf Schwichtenberg bauten ab den 2000er-Jahren die Marke Wajos auf, 2008 mit dem ersten eigenen Store in Trier, heute mit Stores in ganz Deutschland. Der Betrieb sitzt in Dohr bei Cochem, beschäftigt über 80 Leute und stellt die meisten seiner rund 900 Artikel selbst her. Jede Sauce geht durch das eigene Labor, bevor sie in die Flasche kommt.
Die Grillsaucen gehören bei Wajos zu den Produkten, bei denen der Betrieb seine Herkunft ausspielt: Frucht, die du von den Cremas kennst, und Alkohol, den du vom Likör kennst, in einer Sauce zusammengebracht. „Kontrolliert kleiner arbeiten" nennt das Familienunternehmen sein Prinzip – lieber wenige Saucen, die stimmen, als ein Regal voller Varianten.
Die Sauce für den Grillsommer und für alle, die Ketchup zu langweilig finden
Die Pfirsich Sauce ist die Flasche, die du kaufst, wenn die üblichen Grillsaucen durch sind und etwas Fruchtiges auf den Tisch soll. Sie ist die milde, süße Sorte im Wajos-Regal – für Familien, in denen die Kinder mitessen, und für Gäste, denen Schärfe zu viel ist. Wer danach mehr Feuer will, findet in der Mango Paprika Sauce mit Jalapeno Chili die scharfe Frucht und in der Balsamico Röstzwiebel Sauce die dunkle, herzhafte Richtung. Alle Saucen stehen auf unserer Wajos-Seite.
Als Geschenk ist sie das Mitbringsel zum Grillabend, das nach mehr aussieht als nach einem Mitbringsel – zusammen mit einem Rub wird daraus ein kleines Grillpaket. Ungeöffnet hält sie lange im Vorrat, angebrochen einige Wochen im Kühlschrank. Nicht geeignet ist sie für alle, die Alkohol ganz meiden wollen: Der Whisky ist mit sechs Prozent eine echte Zutat statt einer Spur.
Pfirsich, Honig, Zwiebel und ein Schuss Whisky – die Grillsauce von der Mosel, in die am Sommerabend alle abwechselnd dippen.