Neber Waldhonig. Dunkler Bio-Honigtauhonig aus den steirischen Bergwäldern – kräftig, vollmundig und lange flüssig, im Glas mit 250 g oder 500 g.
Neber Waldhonig ist ein Bio-Honigtauhonig der BIO Imkerei Neber aus der Hochsteiermark. Die Bienen sammeln ihn überwiegend an Fichten in der Hochschwabregion und in den Fischbacher Alpen. Er ist dunkel, kräftig und bleibt lange flüssig. Du bekommst ihn im 250-g-Glas oder im 500-g-Glas.
Honig aus Honigtau entsteht auf einem Umweg über den Baum. Kleine Pflanzensauger wie Rindenläuse stechen die Leitbahnen der Fichte an und saugen den zuckerreichen Saft. Was sie zu viel aufnehmen, geben sie als süße Tröpfchen wieder ab. Diese Tröpfchen glänzen auf Nadeln und Zweigen, und genau sie tragen die Bienen in den Stock. Die Imkerei nennt die Rottanne als wichtigste Quelle, so heißt die Fichte in Österreich vielerorts. Weil Honigtau anders zusammengesetzt ist als Blütennektar, schmeckt der Honig daraus dunkler und würziger. Ob es im Sommer genug Honigtau gibt, hängt von Wetter und Jahr ab. Deshalb ist jede Ernte etwas anders.
Geschmack: dunkel, würzig, mit einem Hauch Waldhimbeere
Die Farbe reicht laut Imkerei von Bernstein über Rötlichbraun bis fast Schwarz. Schon im Glas sieht er deutlich dunkler aus als ein Blütenhonig. Auf der Zunge wirkt er vollmundig und kräftig, die Süße tritt etwas zurück. Neben der Fichte nennt die Imkerei die Waldhimbeere und den Bergahorn als weitere Geschmacksgeber. Daraus ergibt sich eine leicht fruchtige Note, die im Abgang zu spüren ist.
Durch seinen hohen Fruchtzuckeranteil bleibt er lange flüssig, kristallisiert aber irgendwann trotzdem. Das ist ein natürlicher Vorgang. Ein kurzes, lauwarmes Wasserbad macht ihn wieder geschmeidig. Wer einen zarten Honig für den Kindertee sucht, wird ihn als zu kräftig empfinden. Dafür passt der milde Akazienhonig der Imkerei besser.
Verwendung: zu dunklem Brot, zum Käse und in der Winterküche
Ein kräftiger Honig braucht kräftige Partner. Auf einer Scheibe Roggenbrot mit Butter kommt seine Würze am schönsten heraus. Zu einem starken Schwarztee am Nachmittag ist er ein guter Begleiter. Auf der Käseplatte passt er zu reifem Bergkäse und zu Blauschimmelkäse, ein kleiner Löffel genügt.
In der Küche spielt er seine Stärken bei herzhaften Gerichten aus. Rühre ihn in eine Marinade für Ente, Wild oder Schweinebauch, zusammen mit Senf, Pfeffer und etwas Essig. Beim Braten karamellisiert er und gibt eine dunkle Glasur. Im Lebkuchenteig oder im Früchtebrot sorgt er für Tiefe. Bewahre das Glas trocken, dunkel und gut verschlossen auf.
Unser Tipp: Probier ihn einmal direkt neben dem Edelkastanienhonig. Beide sind dunkel, doch der Kastanienhonig endet herb, der Waldhonig eher fruchtig.
Herkunft: aus den Wäldern rund um Hochschwab und Fischbacher Alpen
Für diese Sorte bleiben die Bienen nahe an ihrer Heimat. Die Imkerei sitzt in St. Lorenzen im Mürztal, und die Erntegebiete liegen in der Hochschwabregion und in den Fischbacher Alpen. Die Hochsteiermark beschreibt die Imkerei als Wasserregion. Hier entspringen die Hochquellen, die Wien und halb Graz mit Wasser versorgen. Weite Fichtenwälder prägen die Hänge.
Anton Neber ist Imkermeister seit 2002 und arbeitet mit der Carnica-Biene. Nach der letzten Honigentnahme füttert die Imkerei die Völker mit österreichischem Rübenzucker für den Winter. Gegen die Varroamilbe setzt sie die im Bio-Landbau zugelassenen Säuren ein. Dazu kommen Wärmebehandlung und das Bannwabenverfahren, beides aufwendig, aber schonend für die Bienen. Der Betrieb ist bio-zertifiziert, Kontrollnummer AT-BIO-301.
Für wen: für alle, die Honig mit Charakter mögen
Dieser Honig ist für dich, wenn du dunkles Brot, starken Tee und herzhafte Küche magst. Das 250-g-Glas eignet sich zum Kennenlernen. Wer ihn regelmäßig zum Kochen nimmt, greift zum 500-g-Glas. Etwas milder, aber aus denselben Bergwäldern stammt der Wald-Blütenhonig. Die ganze Auswahl der Imkerei findest du bei Neber Honig.
Allergenhinweis: Laut Zutatenliste enthält der Honig keines der 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene. Für Säuglinge unter 12 Monaten ist Honig nicht geeignet.
Honigtau von steirischen Fichten, dunkel und kräftig – für Roggenbrot, Bergkäse und die Glasur am Sonntagsbraten.