Bei Matthias Rosenberg gibt die Frucht den Ton an. Mit wenig Zucker kocht er regionales Bio-Obst zu klassischen Fruchtaufstrichen ein. Rosenberg Delikatessen erhalten das typische Aroma einzelner Obstsorten und schmecken herrlich intensiv.
Gespräch mit Matthias Rosenberg von Rosenberg Delikatessen
Herr Rosenberg, Sie sind eigentlich Geoökologe. Warum stehen Sie jetzt lieber am Kochtopf?
Ich stand schon immer gerne am Kochtopf! Seit 40 Jahren stelle ich Marmelade her. Früher habe ich das mit Früchten aus dem Garten nebenbei gemacht. Meinen Jahresvorrat habe ich dann an Freunde verschenkt. Ich erhielt immer wieder die Anregung, mehr daraus zu machen.
Als Geoökologe habe ich mich mit dem Wandel von Kulturlandschaften beschäftigt. In den letzten Jahren habe ich meinen Blickwinkel verändert: von der theoretischen Betrachtung zur praktischen Nutzung von Obstlandschaften. Wenn man weiß, was alte Sorten alles können, will man sie irgendwann auch selbst verarbeiten.
Was unterscheidet eure Fruchtaufstriche?
Wir arbeiten mit Bio-Obst aus der Region, oft von alten Streuobstwiesen oder kleinen Höfen, die noch ungewöhnliche Sorten anbauen. Wir verwenden nur 35 % Zucker statt der üblichen 50–60 %. So bleibt der Eigengeschmack der Frucht im Vordergrund. Außerdem verzichten wir auf künstliche Geliermittel und arbeiten ausschließlich mit Apfelpektin.
Welche Sorten sind eure Favoriten?
Schwer zu sagen — jede Sorte hat ihre Stärke! Die Quittenkonfitüre ist ein Klassiker mit unverwechselbarem Aroma. Die Erdbeer-Rhabarber-Variante ist ein Frühlings-Highlight. Und mit der Mirabellen-Marmelade kann man mittlerweile fast Trauben-Fans überzeugen — so intensiv schmeckt sie.