Rosenberg Bio Saure Kirsche. Bio-Fruchtaufstrich aus Sauerkirschen – fruchtig-säuerlich, mit vielen kleinen Fruchtstücken und wenig Zuckerzusatz.
Rosenberg Bio Saure Kirsche ist ein Bio-Fruchtaufstrich aus Sauerkirschen vom Stadtgut Görlitz, gekocht von Rosenberg Delikatessen in Leipzig. Auf 100 g kommen 74 g Früchte, dazu Rohrzucker und Apfelpektin. Das Glas enthält 170 g.
Saure Kirsche von Rosenberg heißt ganz bewusst Fruchtaufstrich. Der Grund liegt in der Konfitürenverordnung: Was dort als Marmelade oder Konfitüre gilt, braucht laut Hersteller mindestens 55 % Zucker. Matthias Rosenberg geht einen anderen Weg. Seine Aufstriche haben einen hohen Fruchtanteil und wenig Zuckerzusatz, gesüßt wird mit Rohrzucker aus kontrolliert ökologischem Anbau. Bei der Sauerkirsche heißt das konkret: In jeweils 100 g Aufstrich stecken 74 g Früchte. Die Säure der Kirsche bleibt dadurch spürbar, und genau das macht den Reiz aus. Statt einer gleichförmig süßen Masse bekommst du einen Aufstrich, der nach Frucht schmeckt. Die kleinen Kirschstücke siehst du schon beim Streichen auf dem Messer. Der Hersteller nennt die Saure Kirsche einen Klassiker seines Sortiments, und bei uns ist sie der Topseller unter den Rosenberg-Gläsern.
Geschmack
Die Saure Kirsche schmeckt ausgewogen fruchtig-säuerlich, so beschreibt sie der Hersteller. Die Süße tritt zurück, die Kirsche steht vorn. Beim ersten Bissen merkst du die typische Säure der Sauerkirsche, die den Mund frisch hält. Danach kommt eine runde Fruchtnote, die an selbst eingekochte Kirschen erinnert, nur mit weniger Zucker.
Typisch für diesen Aufstrich sind die vielen kleinen Fruchtstücke. Sie geben ihm Struktur und etwas zum Kauen, er bleibt dabei gut streichfähig. Gebunden wird er mit Apfelpektin, einem Geliermittel aus Äpfeln. Die Konsistenz ist weicher als bei einer festen Konfitüre, das Messer gleitet leicht durch das Glas. Auf warmem Toast zieht er ein wenig ein, auf kaltem Brot bleibt er stehen.
Weil die Frucht die Hauptrolle spielt, wirkt der Aufstrich lebendig und hell im Geschmack. Wer eine süße Kirschkonfitüre aus dem Supermarktregal gewohnt ist und genau diese erwartet, wird die Saure Kirsche zunächst als zu herb empfinden. Nach ein paar Frühstücken möchten viele genau diese Frische nicht mehr missen.
Dass Sauerkirschen so gut in einen Aufstrich passen, hat einen einfachen Grund. Süßkirschen isst du am liebsten frisch vom Baum, Sauerkirschen sind dagegen seit jeher die Kirschen zum Einkochen, Backen und Entsaften. Ihre kräftige Säure trägt durch das Kochen hindurch und hält den Geschmack klar. Genau diese Eigenschaft nutzt Rosenberg, wenn er die Früchte mit vergleichsweise wenig Rohrzucker kocht.
Verwendung
Am liebsten isst du die Saure Kirsche ganz klassisch: auf einem frischen Brötchen mit Butter oder auf einer Scheibe Graubrot am Sonntagmorgen. Ihre Säure passt besonders gut zu cremigen Begleitern wie Butter, Quark oder Frischkäse. Eine schöne Kombination zum Frühstück ist ein schokoladiger Aufstrich daneben. Kirsche und Schokolade sind ein bewährtes Paar, denk nur an die Schwarzwälder Kirschtorte.
Auch in der Küche ist das Glas vielseitig. Rühr zwei Löffel in Naturjoghurt oder Skyr, und dein Frühstück bekommt Farbe. Zu Grießbrei, Milchreis oder Pfannkuchen übernimmt sie die Rolle des Kirschkompotts. Als Füllung für Biskuitrolle, Muffins oder Plätzchen funktioniert sie ebenso wie als dünne Schicht zwischen zwei Tortenböden. Herzhaft geht auch: Ein Löffel Saure Kirsche in der Bratensoße zu Ente oder Wild bringt Frucht und Säure auf den Teller.
Weil Rosenberg auf Konservierungsstoffe verzichtet, gehört das angebrochene Glas in den Kühlschrank. Der Hersteller empfiehlt, es dann innerhalb von 5 bis 7 Tagen aufzubrauchen. Bei 170 g ist das an einem Frühstückstisch mit zwei oder drei Leuten gut zu schaffen.
Unser Tipp: Warmer Kaiserschmarrn mit einem Klecks Saurer Kirsche und etwas Puderzucker. Die Säure schneidet durch den buttrigen Teig, und der Kirschröster ist gleich mit erledigt.
Herkunft
Die Sauerkirschen für dieses Glas wachsen auf der Obstplantage des Stadtgutes Görlitz in der Oberlausitz. Das ist typisch für Rosenberg: Die Früchte kommen von kleinen, bio-zertifizierten Plantagen und Streuobstwiesen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Nur die Bitterorangen für einen anderen Aufstrich reisen aus Spanien oder Italien an. Fällt eine Ernte aus, weicht der Betrieb laut eigener Aussage auf andere Anbaugebiete aus.
Gekocht wird in Leipzig. Matthias Rosenberg gründete seine kleine Bio-Manufaktur im Herbst 2016, angefangen hat alles mit einer Quittenernte. Heute verarbeitet er die Früchte in einer Küche des Leipziger Kesselkollektivs. Die Fruchtaufstriche werden dort handgerührt. Die Rezepturen stammen laut Hersteller aus eigener Entwicklung und aus familiären Überlieferungen. Innerhalb Leipzigs ist der Betrieb bevorzugt mit dem Lastenrad unterwegs. Wer in der Nähe wohnt, kann die Manufaktur auch besuchen. Jeden ersten Freitag im Monat gibt es in der Klingenstraße 22 einen Werksverkauf von 14:30 bis 18 Uhr, mit Führungen um 15 und 16 Uhr.
Rosenberg ist bio-zertifiziert, die Kontrollstelle trägt die Nummer DE-ÖKO-060. Sauerkirschen und Rohrzucker stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Künstliche Aromen und Konservierungsstoffe setzt der Hersteller nach eigener Angabe keine zu. Nach der Zutatenliste enthält die Saure Kirsche keine der 14 Hauptallergene.
Für wen
Die Saure Kirsche ist für alle, die beim Frühstück lieber Frucht als Zucker schmecken. Sie passt in Familien, in denen Groß und Klein unterschiedliche Vorlieben haben, weil sie sich vom Brötchen bis zum Pfannkuchen vielseitig einsetzen lässt. Als kleines Mitbringsel aus Leipzig macht sie sich auf jedem Frühstückstisch gut. Wer gern Kirschkuchen oder Plätzchen backt, hat mit ihr eine schnelle Füllung im Schrank. Fruchtiger und milder in der Säure ist die Bio Erdbeere vom Obsthof Beerenbunt. Würzig und herbstlich wird es mit der Bio Pflaume Walnuss. Alle Aufstriche und Senfe findest du auf unserer Seite zu Rosenberg Delikatessen. Nicht geeignet ist sie für alle, die eine sehr süße, feste Konfitüre suchen.
Sauerkirschen aus Görlitz, in Leipzig zum Bio-Fruchtaufstrich gekocht – ein Glas für alle, die beim Frühstück die Frucht schmecken wollen.