Kohl Bergapfelsaft Rouge. Sortenreiner Apfelsaft aus einer rotfleischigen Sorte – kirschrot, säurebetont und kräftig.
Kohl Bergapfelsaft Rouge ist ein naturtrüber, sortenreiner Direktsaft aus der rotfleischigen Apfelsorte Rouge, gepresst auf dem Obsthof Troidner in Unterinn am Ritten in Südtirol. In der 750-ml-Flasche steckt 100 % Apfelsaft, ohne zugesetzten Zucker, Konservierungsmittel oder Zusatzstoffe.
Rouge Bergapfelsaft von Kohl sorgt am Tisch meist für eine Rückfrage. Wer Apfelsaft einschenkt, erwartet ein goldenes Glas. Hier leuchtet es kirschrot, und die Gäste wollen wissen, ob da Wein drin ist. Die Antwort ist einfacher: Die Farbe kommt aus dem Apfel selbst. Rouge ist eine rotfleischige Sorte, bei der laut Thomas Kohl auch Blüten, Blätter und Rinde rot sind. Sortenrein bedeutet, dass nur Äpfel dieser einen Sorte in die Presse kommen, ohne Verschnitt mit anderen Sorten. Bergapfelsaft nennt Kohl seine Säfte, weil die Bäume auf fast 1.000 Metern Seehöhe am Ritten oberhalb von Bozen wachsen. Direktsaft heißt: Die Äpfel werden gepresst, der frische Saft wird durch schonende Pasteurisierung haltbar gemacht und abgefüllt. Einen Umweg über Konzentrat gibt es dabei nicht. Naturtrüb bleibt er, weil sich nach dem Pressen nur die groben Trubstoffe in Ruhe absetzen. Kohl nennt das einen natürlichen Filtervorgang. Im Sortiment gehört der Rouge zur Linie GOURMET, in der jede Flasche einer einzigen Apfelsorte gewidmet ist.
Geschmack
Der Rouge schmeckt kräftig und sehr säurebetont, mit einer Frische, die bis in den Abgang hält. Schon die Farbe zeigt, dass dieser Saft anders gebaut ist als ein klassischer Apfelsaft aus gelben Sorten. Im Glas steht ein klares Kirschrot, naturtrüb und dicht.
In der Nase erinnert er laut Hersteller an rote Johannisbeere, Kirsche und Rhabarber. Das sind Noten, die du eher von Beerensäften kennst als von einem Apfel. Am Gaumen wirkt er leicht adstringierend. Das ist dieses feine, zusammenziehende Gefühl, das du von Rhabarber oder von schwarzem Tee kennst. Dazu kommt eine deutliche Säure, die den ganzen Schluck trägt und den Gaumen wach hält.
Die Süße tritt dabei in den Hintergrund. Gerade deshalb wirkt der Rouge eher wie ein Begleiter zum Essen als wie ein Durstlöscher. Wer einen weichen, runden Apfelsaft erwartet, wird ihn als zu herb empfinden. Für alle anderen ist genau diese Kante der Reiz: ein Saft mit Biss, der sich im Glas behauptet und neben kräftigen Aromen bestehen kann. Am besten schmeckst du ihn langsam, Schluck für Schluck, wie einen jungen Rotwein.
Verwendung
Den Rouge servierst du gut gekühlt bei 8 bis 10 °C, am besten im Stielglas. So kann sich der Duft entfalten wie bei einem Wein, und die rote Farbe kommt zur Geltung. Thomas Kohl empfiehlt ihn als Aperitif, zu Antipasti von Fisch und Fleisch und zu asiatischen Gerichten.
Als Aperitif ersetzt er das Glas Sekt oder Campari, wenn jemand auf Alkohol verzichtet. Seine Säure macht Appetit, statt satt zu machen. Zu Antipasti passt er, weil er durch Fett und Salz schneidet. Denk an hauchdünn geschnittene Bresaola mit Rucola, an Vitello tonnato, an marinierten Lachs oder an eine Platte mit Speck und eingelegtem Gemüse. Die Kirsch- und Johannisbeernoten des Saftes greifen das Würzige auf und machen den nächsten Bissen frisch.
Bei asiatischen Gerichten spielt er eine andere Rolle. Zu scharfen Currys, zu Glasnudelsalat mit Limette und Koriander oder zu Sushi mit Ingwer bringt er Frucht gegen die Schärfe und Säure gegen das Öl. Auch zu einem Teller Dim Sum oder zu gebratenen Nudeln mit Gemüse funktioniert er gut. Eine geöffnete Flasche bewahrst du im Kühlschrank auf und trinkst sie laut Hersteller innerhalb von sechs Tagen aus. Ungeöffnet lagert sie kühl und dunkel.
Unser Tipp: Stell den Rouge zum Feierabend mit ein paar Scheiben Bresaola, etwas Parmesan und Grissini auf den Tisch. Im Stielglas und mit 8 bis 10 °C bekommst du einen Aperitif, der Farbe und Säure mitbringt.
Herkunft
Hinter dem Rouge steht Thomas Kohl, dessen Familie seit Generationen am Ritten lebt. Nach seiner Ausbildung wollte er wissen, wie Äpfel auf fast 1.000 Metern Seehöhe gedeihen. Bevor er auf den Hof zurückkehrte, reiste er nach eigenen Worten durch die halbe Welt. Zusammen mit seinem Vater pflanzte er Apfelbäume, stellte den Obsthof Troidner in Unterinn auf Obstbau um und begann, sortenreine Säfte zu pressen.
Seine Leitidee lautet: Äpfel so gut behandeln wie Wein. Den Vergleich zieht er bewusst, denn bei Trauben und Äpfeln sei vieles ähnlich. Lage, Sorte und Reife prägen das Ergebnis, und jede Sorte bekommt ihre eigene Flasche. Beim Rouge sieht und schmeckst du das besonders deutlich, weil er sich so klar von den gelben Sorten unterscheidet.
Die Apfelgärten liegen nach Osten bis Südwesten ausgerichtet und sind laut Kohl extrem sonnig. Abends kühlt der Bergwind die Hänge, zwischen Tag und Nacht liegen große Temperaturunterschiede. Die Äpfel wachsen deshalb langsam. Geerntet wird zwischen August und Oktober, an jedem Baum in zwei bis drei Durchgängen. Die Früchte werden einzeln von Hand gepflückt, nur vollreif, und kommen in die Presse am Hof. Wenige Stunden nach der Ernte sind sie geprüft, gewaschen, gemahlen und gepresst.
Für wen
Der Kohl Bergapfelsaft Rouge ist für alle, die zum Essen ein Glas mit Charakter wollen und dabei auf Alkohol verzichten. Er passt zum Antipasti-Abend mit Freunden und zur asiatischen Küche am Wochenende. Und er gehört auf jeden Tisch, an dem auch die Gäste ohne Wein ein Glas bekommen sollen, das zum Essen passt. Als Mitbringsel fällt er durch seine Farbe auf und sorgt für Gesprächsstoff. Laut Hersteller enthält der Saft keine der 14 Hauptallergene und trägt das Vegan-Siegel der Europäischen Vegetarier-Union. Weicher, süßer und mit Birnenduft zeigt sich der Bergapfelsaft Jonagold. Frisch und zitrusbetont ist der Bergapfelsaft Sonnenglanz. Alle Sorten und Cuvées findest du auf unserer Seite zu Kohl Bergapfelsaft. Nicht geeignet ist der Rouge als milder Saft für Kinder oder fürs Frühstück, dafür ist er zu säurebetont.
Eine rotfleischige Apfelsorte, 750 ml sortenreiner Bergapfelsaft vom Ritten – kirschrot im Glas und mit genug Säure für Antipasti und Curry.