Wajos Himbeer Balsam. Ein Drittel Himbeersaft auf Weißweinessig, mild und fruchtig-süß – der Fruchtessig, der hell bleibt und nach Beere schmeckt.
Wajos Himbeer Balsam ist eine Essigzubereitung aus Weißweinessig mit 33,8 Prozent Himbeersaft aus Konzentrat und Zucker, mit 5,3 Prozent Säure, 250 ml aus Dohr an der Mosel. Kein Balsamico aus Modena, keine dunkle Crema, kein Himbeersirup, sondern ein heller Fruchtessig mit deutlich mehr Säure als die Cremas. Vegan.
Himbeer Balsam von Wajos ist die Flasche für alle, die die süßen Cremas mögen, aber manchmal einen Essig wollen, der auch wie Essig schmeckt. Die Cremas sind dunkel, dick und süß mit drei oder vier Prozent Säure. Der Himbeer Balsam ist hell, rot und hat 5,3 Prozent – genug, damit ein Blattsalat frisch schmeckt statt nach Dessert. Dazu ein Drittel Himbeersaft, der den Essig weich macht. Bei uns ist er der meistgekaufte Wajos-Essig jenseits der Cremas. Bei vielen Kunden steht er neben der Feige-Dattel Crema im Regal: die eine für Käse und dunkle Saucen, der andere für grüne Salate.
Himbeere vorn, Weißweinessig dahinter, Süße dazwischen
Der Balsam riecht beim Öffnen nach Himbeere, fast wie Marmelade, und schmeckt zuerst auch so: fruchtig, rot, süß. Dann kommt der Weißweinessig, klar und leicht weinig, und gibt dem Ganzen die Säure, die einen Essig ausmacht. Mit 5,3 Prozent liegt sie zwischen einem milden Weinessig und den Wajos-Cremas. Der Balsam ist deutlich saurer als eine Crema, aber nie scharf in der Nase wie ein Branntweinessig.
Ehrlich gesagt ist er süß: 42 Gramm Zucker auf 100 Milliliter, aus Himbeersaft und zugesetztem Zucker. Das ist weniger als bei den meisten Cremas, aber weit mehr als bei einem klassischen Essig. Zwei Esslöffel reichen für eine Schüssel Salat, dann ist das Dressing fruchtig statt klebrig. Der Balsam enthält außerdem natürliches Aroma und Kaliummetabisulfit als Antioxidationsmittel, also Sulfite – wer darauf achtet, sollte das wissen.
Für alle, die die dunkle, karamellige Tiefe eines Balsamico aus Modena suchen, ist der Balsam nicht geeignet – dann ist die Feige-Dattel Crema die richtige Flasche. Und wer einen herben, ungesüßten Himbeeressig erwartet, wie ihn manche Essigmanufakturen aus vergorenen Beeren machen, wird hier den Zucker deutlich schmecken.
Für grüne Salate, Ziegenkäse, Rote Bete und den Nachtisch
Der Klassiker ist der Blattsalat: Feldsalat, Kopfsalat oder ein junger Pflücksalat, zwei Esslöffel Balsam, drei Esslöffel Öl, Salz. Das Dressing wird rosa und schmeckt nach Beere, und die Salatblätter bleiben dabei frisch. Mit Walnüssen, ein paar frischen Himbeeren und Ziegenkäse wird daraus der Salat, den wir im Sommer am häufigsten machen. Senf und Honig bleiben im Schrank – der Balsam bringt Süße und Säure zusammen mit.
Zu Rote Bete passt er wie wenig anderes: gekochte Rote Bete in Scheiben, Balsam, Öl, etwas Meerrettich oder Ziegenfrischkäse. Auch ein Gurkensalat mit Dill wird mit Himbeer Balsam anders – fruchtiger, weniger streng. Und ein Krautsalat mit Apfel bekommt mit einem Schuss Balsam die Frucht, die sonst fehlt.
Warm funktioniert er in hellen Saucen: ein Esslöffel in die Pfanne, nachdem die Hähnchenbrust oder das Schweinefilet herausgenommen ist, kurz einkochen, mit Sahne oder Butter binden. Zu Wild ist er zu hell und zu leicht – dafür sind die dunklen Cremas gemacht. Über Vanilleeis, Panna Cotta oder eine Schale Erdbeeren sind ein paar Tropfen der Nachtisch für Leute, die Essig auf Erdbeeren kennen und die Beere verdoppeln wollen.
Nicht geeignet ist der Balsam zum Einlegen von Gemüse oder für Gerichte, die lange kochen: Die Himbeere geht verloren, der Zucker bleibt. Immer erst zum Schluss dazu. Und für ein Dressing zu Tomate und Mozzarella nehmen wir lieber etwas Dunkleres – zur Tomate wirkt die Himbeere fehl am Platz.
Unser Tipp: Zwei Esslöffel Balsam, drei Esslöffel Zitrone auf Olivenöl, eine Prise Salz – das Dressing, das bei uns über jeden Salat mit Ziegenkäse und Nüssen kommt, wenn die Feige-Dattel Crema zu schwer wäre.
Ein Essig aus einer Familie, die seit 15 Generationen mit Wein arbeitet
Weißweinessig als Basis liegt bei Wajos nahe. Hinter der Marke steht die Familie Oster aus Ediger-Eller an der Mosel, Winzer seit 15 Generationen. Walter Josef Oster, dessen Initialen den Namen Wajos bilden, eröffnete in den 1980er-Jahren neben dem Weingut eine Likörmanufaktur. Sein Sohn Peter Oster und Geschäftspartner Ulf Schwichtenberg bauten daraus ab den 2000er-Jahren die Marke auf, mit Sitz in Dohr bei Cochem, dem ersten eigenen Store 2008 in Trier und heute Läden in ganz Deutschland.
Rund 900 Artikel führt das Familienunternehmen, über 80 Menschen arbeiten in Dohr, und die meisten Produkte entstehen dort – die Fruchtessige und Cremas gehören dazu, geprüft im eigenen Labor. Wer Wein kennt, kennt auch Essig: Der Weißweinessig unter der Himbeere ist das Produkt, das einem Winzerbetrieb am nächsten liegt, und die Frucht kommt als Saft dazu, ergänzt um natürliches Aroma. „Kontrolliert kleiner arbeiten" nennt Wajos seinen Grundsatz – lieber weniger Sorten, die stimmen.
Der Essig für Salat-Esser, für den Sommer und für Menschen, denen Cremas zu süß sind
Der Balsam ist die Flasche für alle, die jeden Tag Salat essen. Er bringt Frucht ins Dressing und lässt es trotzdem ein Dressing bleiben. Wer es lieber nach dunkler Beere mag, findet im Schwarzer Holunder Balsam die zweite Sorte auf Weißweinessig; wer dick und süß mag, nimmt die Cremas. Alle Essige und Cremas stehen auf unserer Wajos-Seite.
Trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert hält die Flasche lange; 250 Milliliter reichen bei zwei Esslöffeln pro Salat für etwa zwei Monate täglichen Gebrauch. Als Geschenk ist er das Mitbringsel für die Freundin, die ihren Salat immer mit demselben Essig macht – hell, rot, mit einem Etikett, das im Regal auffällt. Nicht geeignet ist der Balsam für alle, die Sulfite meiden, und für alle, die einen zuckerarmen Essig suchen.
Himbeersaft auf Weißweinessig, hell und fruchtig – der Essig von der Mosel, den wir zu grünem Salat empfehlen, wenn Balsamico zu dunkel wäre.