Im Sommer verströmt die Linde in Parks und Alleen einen markanten, süßlichen Duft. Die Bienen lieben die Bäume und nutzen sie als ergiebige Nektarquelle. Aus der Blüte einer einzigen Linde können sie bis zu 2,5 kg Honig pro Jahr produzieren. Lindenhonig ist damit ein kostbares Naturprodukt mit ganz eigener Charakteristik.
Steckbrief
| Honigsorte | Lindenhonig |
|---|---|
| Kategorie | Blütenhonig, Honigtauhonig |
| Häufigkeit | mittel |
| Herkunft | Deutschland |
| Trachtquelle | Linde |
| Geschmack | aromatisch mit Menthol-Note, manchmal würzig und malzig |
| Aussehen / Farbe / Konsistenz | hellgelb bis beige, cremig gerührt |
Was ist das Besondere an Lindenhonig?
Lindenhonig entsteht aus zwei unterschiedlichen Quellen: Die Bienen sammeln entweder den Nektar aus den Blüten der Linde oder den sogenannten Honigtau der Baumblätter. Insekten scheiden diesen zuckerhaltigen Pflanzensaft aus, der eindickt und sich in Honigtau verwandelt. Je nach Anteilen von Honigtau und Nektar zeigt der Honig unterschiedliche Charakteristika. Bei reinem Lindenblütenhonig ist hauptsächlich der Nektar enthalten — er hat eine fast weiße Farbe.
Wie schmeckt Lindenhonig?
Der Geschmack von Lindenhonig ist intensiv und besitzt ein charakteristisches mentholartiges Aroma. Er kann würzige Noten enthalten. Im Abgang zeigt er eine fruchtige Nuance — manchmal mit leichter Zitronennote. Bei einem hohen Anteil von Honigtau weist er auch malzige Noten auf. Bei aller Vielfalt bleibt Lindenhonig immer ein leichter, aromatischer Honig.
Wofür eignet sich Lindenhonig besonders gut?
Lindenhonig harmoniert wunderbar mit:
- Tee — klassisch und vielseitig: Ein Löffel Lindenhonig im warmen Tee (bei höchstens 40 Grad einrühren, damit die Aromen erhalten bleiben)
- Käse: Vor allem zu mild-cremigen Sorten wie Ziegenfrischkäse oder Camembert
- Backen: Verleiht Lebkuchen, Honigkuchen oder Cantucci eine besondere Aromatik
- Dressings: In süß-sauren Vinaigretten zu Wintersalaten
Lagerung
Wie alle Honige: dunkel, kühl und trocken aufbewahren. Glas immer gut verschließen, nur einen trockenen, sauberen Löffel zur Entnahme verwenden. Bei richtiger Lagerung hält sich Lindenhonig deutlich über das gesetzlich vorgeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum von zwei Jahren hinaus.
Wichtiger Hinweis für Säuglinge
Honig sollte Kindern im ersten Lebensjahr nicht gegeben werden (Botulismus-Risiko durch Clostridium botulinum-Sporen).