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Trends & Co.

Jörg Geiger PriSecco – was drin ist und welche Sorten es gibt

Stephan
PriSecco-Flaschen der Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat

Jörg Geiger PriSecco steht für alkoholfreie, prickelnde Kompositionen aus Schlat am Rand der Schwäbischen Alb. Seit 2003 macht die Manufaktur Jörg Geiger aus dem Saft alter Apfel- und Birnensorten, aus Kräutern, Blüten und Gewürzen Getränke, die beim Anstoßen genauso gut ankommen wie am Esstisch. Hier erfährst du, was PriSecco genau ist, wie er sich von alkoholfreiem Sekt unterscheidet, welche Sorten zur Marke gehören und wie du sie am besten servierst.

Die vier PriSecco-Klassiker von Jörg Geiger: Rotfruchtig, Weißduftig, Rosenzauber und ApfelSinfonie

Was ist PriSecco?

PriSecco ist eine eingetragene Marke der Manufaktur Jörg Geiger für alkoholfreie, prickelnde Getränke auf Saftbasis. Die Grundlage bilden Säfte aus Schwäbischem WiesenObst, also alten Apfel- und Birnensorten von den Streuobstwiesen rund um Schlat. Dazu kommen Auszüge aus Kräutern, Blüten und Gewürzen und zum Schluss Kohlensäure. Laut Manufaktur haben alle PriSeccos 0,0 Prozent Alkohol.

Der Name klingt nach Prosecco, mit dem italienischen Schaumwein hat PriSecco aber nichts zu tun. Jörg Geiger ließ die Marke 2007 eintragen. Nach Angaben der Manufaktur ist sie damit zwei Jahre älter als die geschützte Ursprungsbezeichnung „Prosecco“. Jede Sorte wird einzeln komponiert, ähnlich wie ein Koch ein Gericht abschmeckt. Das passt zur Geschichte, denn Jörg Geiger ist gelernter Koch.

PriSecco oder alkoholfreier Sekt: der Unterschied

Alkoholfreier Sekt entsteht zuerst als richtiger Sekt mit Alkohol, der danach wieder entzogen wird. PriSecco geht den umgekehrten Weg: Er beginnt als Saft, und Alkohol entsteht dabei gar nicht erst. Deshalb schmeckt er auch anders. Statt nach einem Wein ohne Alkohol schmeckt PriSecco nach Frucht, Kräutern und der kräftigen Säure alter Obstsorten.

Die Manufaktur macht übrigens beides. Neben den PriSeccos auf Saftbasis gibt es entalkoholisierte Weine, die in Schlat im Vakuum bei niedriger Temperatur vom Alkohol befreit werden. Ein Beispiel ist der prickelnde ViSecco Sauvignon Blanc. Diese Weine liegen laut Manufaktur unter 0,5 Prozent Alkohol. Wenn dir der Charakter von Traube und Wein wichtig ist, greifst du zum ViSecco. Suchst du etwas Eigenständiges mit Frucht und Kräutern, ist PriSecco die richtige Wahl.

Wie PriSecco entstanden ist

1997 übernahm Jörg Geiger mit 22 Jahren den elterlichen Gasthof Lamm in Schlat. Schon im Jahr darauf begann er, mit der Champagner Bratbirne zu experimentieren, einer alten, herben Birnensorte. Aus der Ernte von fünf Bäumen wurden die ersten rund 200 Flaschen.

Der erste PriSecco kam 2003 in die Flasche, eher durch Zufall. In diesem Jahr trugen die Bratbirnen keine verwertbaren Früchte, also griff Jörg Geiger zu einer anderen alten Birnensorte. So entstand der PriSecco Rotfruchtig mit Sauerkirsche und Johannisbeere. Die Manufaktur stellt ihn bis heute nach dem Originalrezept her. 2005 kam auf Wunsch der Gastronomie mit Weißduftig eine helle Sorte dazu, 2009 folgte mit der Cuvée Nr. 7 die erste nummerierte Cuvée. Wie Jörg Geiger selbst auf diese Zeit zurückblickt, liest du in unserem Interview mit Jörg Geiger.

Woraus PriSecco gemacht wird

Die wichtigste Zutat ist das, was die Manufaktur „Schwäbisches WiesenObst“ nennt. Gemeint sind alte, oft herbe Apfel- und Birnensorten mit viel Gerbstoff, auf Schwäbisch „räs“. Als Tafelobst taugen sie wenig, aber im Glas geben sie Struktur und eine lebendige Säure. Geliefert wird das Obst von über 300 Landwirten aus der Region. Sie sind im WiesenObst e.V. registriert, den die Manufaktur zusammen mit Slow Food Deutschland mitbegründet hat.

Dazu kommen Kräuter und Blüten von Wiese und Wald, zum Beispiel Holunderblüte, Waldmeister oder Minze, und Gewürze. Von der Anlieferung des Obstes bis zur Abfüllung finden alle Arbeitsschritte in der Manufaktur statt. Die Rezepturen entwickelt die Manufaktur laufend weiter. In einigen Sorten stecken inzwischen auch Gemüsesäfte wie Rhabarber, Ingwer oder Gurke.

Alle PriSecco-Sorten im Überblick

Nicht alles, was in Schlat prickelt, heißt auch PriSecco. Zu Jörg Geiger PriSecco gehören laut Manufaktur genau acht Sorten: vier Klassiker, die es das ganze Jahr gibt, und vier saisonale Editionen. Alle kommen in der 0,75-Liter-Flasche.

Die vier Klassiker

Rotfruchtig ist der Ur-PriSecco von 2003. Sauerkirsche, schwarze Johannisbeere und Holunderbeere geben ihm eine dunkle Beerenfrucht, Quitte und Limette eine frische, leicht herbe Säure. Er passt als Aperitif, zu Wild mit Preiselbeeren und zu Desserts mit dunkler Schokolade und Waldbeeren. Zum PriSecco Rotfruchtig.

Weißduftig riecht nach würzigen Kräutern und Holunderblüte, dazu kommen reife Noten von Apfel und Birne und eine pfeffrige Würze. Die Manufaktur sieht ihn als kräftigen Aperitif, der auch auf Eis gut schmeckt. Probier ihn zu Ziegenfrischkäse mit Rosmarin. Zum PriSecco Weißduftig.

Rosenzauber verbindet säuerlichen Boskoop-Apfel mit Rosenblüten, Himbeere und Schokominze. Die Rosenblätter kommen vom Sonnenhof in Bad Boll. Im Glas zeigt er sich blumig, mit einem süßen Auftakt und einem würzigen, langen Abgang. Er passt zu Taboulé mit Minze, Lamm mit Couscous oder einem Schokoladen-Himbeer-Törtchen. Zum PriSecco Rosenzauber.

ApfelSinfonie ist der Klassiker für alle, die es würzig mögen. Grundlage sind Sämlingsäpfel, dazu kommen herbe Auszüge aus rotem Senf und Wasserkresse. Am Gaumen schmeckst du reifen Apfel, feine Karamellnoten und einen dezent scharfwürzigen Nachhall. Bei Allergien wichtig: Er enthält Senf. Er passt zu Curry mit Koriandergrün und zu gebratenem oder geräuchertem Fisch. Zur PriSecco ApfelSinfonie.

Die saisonalen Editionen

Frühlingsduft duftet nach Erdbeere, Waldmeister und Holunderblüte, Rhabarber bringt zusätzlich Säure. Weil die Erdbeere ohne Konservierung auskommt, empfiehlt die Manufaktur, ihn innerhalb von sechs Monaten zu trinken. Zum PriSecco Frühlingsduft.

Sommerbirne ist die Edition für die warmen Monate: Birnensaft aus alten Streuobstsorten mit Kamillen- und Lindenblütenwasser, weich und blumig, mit einer dezenten Herbe aus den Gerbstoffen der Birne. Durch den Grünhafer enthält sie Gluten. Sie passt zu Blattsalat mit Ziegenfrischkäse und karamellisierten Birnen und zu Rhabarberdesserts. Die Sommerbirne wird einmal im Jahr gefüllt und ist außerhalb der Saison oft ausverkauft. Zur PriSecco Sommerbirne.

Mirabellengold verbindet die üppige Frucht der Mirabelle mit Zitronenverbene, Rosmarin und Estragon und schmeckt füllig und rund mit einem zarten Bittermandelton. Das Besondere: Du kannst ihn auch warm trinken. Dafür stellst du die verschlossene Flasche 30 Minuten in ein 55 °C warmes Wasserbad und öffnest sie dann vorsichtig mit einem Tuch. Dazu passt ein warmer Mirabellen-Crumble. Zum PriSecco Mirabellengold.

Winterbirnentraum ist die Winteredition auf Basis von Birnensaft mit Gewürzen. Er schmeckt mild und rund, mit Noten von Tonkabohne, Vanille und frischem Holz. Er passt zu Apfelstrudel, Birne Helene und kräftigem Blauschimmelkäse. Zum PriSecco Winterbirnentraum.

Bio-Klassiker und Cuvées: eigene Linien

Im Sortiment der Manufaktur stehen gleich neben den PriSeccos noch zwei verwandte Linien. Die Bio-Klassiker Bio-Weiß, Bio-Rose und Bio-Rot sind EU-bio-zertifiziert und vegan. Bio-Rot zum Beispiel bekommt seinen Charakter von Johannisbeere, Aronia, Rooibos und Mädesüß. Die nummerierten Cuvées wie die Cuvée Nr. 7 mit Zwetschge und Zitronenverbene führt die Manufaktur bewusst separat. Sie sind als eigenständige Kompositionen für die gehobene Gastronomie und für die Menübegleitung gedacht.

PriSecco richtig servieren

PriSecco schmeckt am besten bei 8 bis 10 °C aus dem Sektglas. Eiskalt serviert, treten Kräuter und Blüten in den Hintergrund. Eine Flasche reicht für fünf bis sechs Gläser. Angebrochene Flaschen verschließt du mit einem Sektverschluss und stellst sie in den Kühlschrank. Ungeöffnet halten die meisten Sorten laut Manufaktur mindestens 24 Monate. Die Ausnahme ist der Frühlingsduft, den du wegen der Erdbeere innerhalb von sechs Monaten trinkst.

Ein feiner Bodensatz ist kein Grund zur Sorge. Beim Frühlingsduft zum Beispiel reagiert die Oxalsäure des Rhabarbers mit dem Calcium des Apfels. Die Manufaktur sieht darin ein Zeichen für natürliche Zutaten.

Unser Tipp: Schenk den Weißduftig an warmen Abenden über ein paar große Eiswürfel und gib einen Zweig Rosmarin dazu. So hast du einen Aperitif, mit dem alle am Tisch anstoßen können.

Wann PriSecco passt

Am häufigsten landet PriSecco im Glas, wenn eine Runde zusammen anstößt und nicht alle Alkohol trinken möchten. Das kann der Geburtstag sein, Silvester, ein Familienfest oder der Feierabend. Weil jede Sorte ihre eigene Würze hat, kannst du PriSecco auch wie Wein zum Essen einsetzen und zu jedem Gang eine andere Sorte servieren. Für den Einstieg eignet sich unser PriSecco-Probierpaket Klassiker mit allen vier Klassikern. Für die Bio-Linie gibt es das Probierpaket Bio-Klassiker. Legst du gerade eine Pause vom Alkohol ein, findest du weitere Ideen in unserem Beitrag zum Dry January. Die ganze Auswahl steht in der Kategorie Alkoholfreie Getränke.

Häufige Fragen zu PriSecco

Ist PriSecco alkoholfrei?

Ja. Alle PriSeccos entstehen auf Saftbasis und haben laut Manufaktur 0,0 Prozent Alkohol.

Ist PriSecco ein Prosecco?

Nein. PriSecco ist eine eigene Marke der Manufaktur Jörg Geiger. Prosecco ist ein italienischer Schaumwein mit Alkohol, PriSecco dagegen ein prickelndes Getränk aus Obstsäften, Kräutern und Gewürzen.

Wo kann ich Jörg Geiger PriSecco kaufen?

Direkt in Schlat gibt es einen Verkaufsraum der Manufaktur mit Verkostungstheke. Online findest du bei uns alle acht PriSecco-Sorten und die Probierpakete. Die saisonalen Editionen sind je nach Jahreszeit auch mal ausverkauft. Die PriSeccos liefern wir auch nach Österreich.

Ist PriSecco vegan?

Die Bio-Sorten sind vegan. Bei den übrigen Sorten gilt das nicht für alle, weil ein Teil noch mit Gelatine geklärt wird. Die Manufaktur fasst es so zusammen: Bio-Produkte sind vegan, und vegane Produkte sind bio.

Welcher PriSecco passt zum Essen?

Zu würzigen und asiatischen Gerichten passt die ApfelSinfonie, zu Wild der Rotfruchtig, zu Lamm und orientalischer Küche der Rosenzauber. Zum Dessert schenkst du je nach Jahreszeit Mirabellengold oder Winterbirnentraum ein.

Alte Obstsorten, Kräuter von der Wiese und ein Koch, der lieber komponiert als kopiert: So schmeckt PriSecco aus Schlat. Such dir deine Sorte aus und stoß mit allen an.

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