van Nahmen Fruchtsecco Apfel Quitte. Alkoholfreier Bio-Fruchtsecco aus Quitten- und Apfelsaft – trocken, feinherb und fein perlend.
van Nahmen Fruchtsecco Apfel Quitte ist ein prickelnder Bio-Fruchtsecco der Obstkelterei van Nahmen aus Hamminkeln am Niederrhein. Er besteht aus Quittensaft, Apfelsaft und Kohlensäure, hat 0 % Alkohol laut Hersteller und kommt in der 0,75-l-Sektflasche. Kein Perlwein, kein Apfelsprudel – ein trockener Aperitif aus purem Saft.
Fruchtsecco Apfel Quitte von van Nahmen heißt beim Hersteller „Frucht-Secco Apfel-Quitte Bio“. Hinter dem Namen steckt eine Cuvée aus zwei Direktsäften, die erst durch die zugesetzte Kohlensäure zum Secco wird. Das Wort Secco ist italienisch und bedeutet trocken, bei dieser Sorte passt es besonders gut. Zucker oder Wasser setzt die Kelterei laut Hersteller-FAQ ebenfalls nicht zu, im Glas ist ausschließlich Frucht. Abgefüllt wird in Sektflaschen, denn van Nahmen versteht den Secco ausdrücklich als Alternative zum Sekt. Roh beißt kaum jemand in eine Quitte, sie ist hart und herb. Genau diese Herbe macht sie im Saft so wertvoll: Zusammen mit dem Apfel ergibt sie ein Glas, das trocken schmeckt und trotzdem ganz nach Obst.
Geschmack
Der Fruchtsecco Apfel Quitte schmeckt trocken-fruchtig, mit der herben Säure der Quitte und der süßen Frische des Apfels. Im Glas leuchtet er goldgelb, die Perlage steigt fein auf. In der Nase zeigt er Herbstäpfel und Zitronenzeste, dahinter einen Hauch von kandiertem Ingwer. Mit etwas Luft kommen leise Töne von Jasmin und Minze dazu, so beschreibt es die Verkostungsnotiz des Herstellers.
Am Gaumen übernimmt zuerst die Quitte. Sie bringt Säure und eine angenehme Herbe mit, die an die Schale der Frucht erinnert. Der Apfel legt eine zarte Süße darunter und macht das Ganze saftig. Die Kohlensäure trägt beides, sie wirkt frisch statt grob. Im Abgang bleibt der Secco trocken und herb, die Süße verabschiedet sich früh. Der Hersteller fasst das Profil in zwei Begriffen zusammen: zarte Süße und feinherb.
Unter den vier Frucht-Seccos von van Nahmen ist dies laut Hersteller die Sorte für alle, die es herber und trockener mögen. Wer einen saftigen, süßen Fruchtsprudel erwartet, wird ihn als zu streng empfinden. Für alle anderen spielt er am Tisch eine ähnliche Rolle wie ein trockener Sekt, nur eben mit Obst als Grundlage.
Verwendung
Den Secco trinkst du gut gekühlt bei 8 bis 10 °C, am besten aus dem Sektglas. Als Aperitif eröffnet er den Abend, zum Anstoßen ersetzt er den Sekt. Laut Hersteller passt er außerdem zu Krustentieren und Meeresfrüchten. Gebratene Garnelen mit Knoblauch und Petersilie sind ein gutes Beispiel, ebenso ein Krabbenbrot oder ein Salat mit Flusskrebsen. Die Quittensäure wirkt hier wie ein Spritzer Zitrone über dem Teller.
Die zweite Bühne ist die süße Seite des Menüs. Van Nahmen empfiehlt den Secco zu Früchten und Desserts, die Verkostungsnotiz nennt die Kaffeetafel mit Fruchtkuchen und moderat süße Nachspeisen. Ein Apfelkuchen mit Mürbeteig, ein Zwetschgenblechkuchen oder eine Quarkcreme mit gedünsteten Birnen passen gut dazu. Das herbe Finish räumt den Gaumen nach jedem Bissen wieder frei. So kann eine Flasche ein ganzes alkoholfreies Menü begleiten: erst die Garnelen als Vorspeise, später den Kuchen zum Kaffee. So reicht für den ganzen Abend eine einzige Sorte im Kühlschrank.
Auch für den Brunch am Sonntag eignet er sich, neben Obstsalat, Rührei und frischem Brot. Eine geöffnete Flasche stellst du wieder in den Kühlschrank. Laut Hersteller trinkst du sie dann innerhalb von fünf Tagen aus.
Unser Tipp: Back im Herbst einen gedeckten Apfelkuchen und stell zur Kaffeetafel gekühlte Sektgläser mit Apfel-Quitte daneben. Apfel im Kuchen, Apfel im Glas – und die Quitte sorgt dafür, dass es nicht zu süß wird.
Herkunft
Am Anfang der Obstkelterei van Nahmen stand schon einmal der Apfel. 1917 gründete Wilhelm van Nahmen in Hamminkeln die „Rheinische Apfelkrautfabrik“ und kochte in der Hungerzeit am Ende des Ersten Weltkriegs Apfel- und Rübenkraut. Ab 1930 kam unter seinem gleichnamigen Sohn die Saftherstellung hinzu. 1990 übernahm Rainer van Nahmen die Leitung. 2005 trat Dr. Peter van Nahmen in die Geschäftsführung ein, heute leitet er die Kelterei gemeinsam mit seiner Frau Sabine.
Die Kelterei arbeitet nach eigener Aussage vorzugsweise mit Früchten von alten Streuobstwiesen am Niederrhein und im Münsterland. Alle heimischen Früchte presst sie selbst. Auf solchen Wiesen stehen hochstämmige Bäume locker verteilt im Grünland, oft seit Jahrzehnten. Laut van Nahmen gibt es allein am Niederrhein über 200 alte Obstsorten, und die Kelterei setzt sich für ihren Erhalt ein. Seit 2007 gehören sortenreine Säfte zum Kern des Sortiments, aus solchen Direktsäften entstehen auch die Frucht-Seccos. Die Mischung legt van Nahmen Jahr für Jahr neu fest, aus ausgewählten Obstsorten des jeweiligen Jahrgangs.
Für die Apfel-Quitte verwendet die Kelterei Quitten- und Apfelsaft aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Öko-Kontrollstelle ist DE-ÖKO-007, auf der Flasche steht das EU-Bio-Logo. Laut Hersteller ist der Secco außerdem vegan.
Für wen
Der Apfel-Quitte-Secco ist für alle, die zum Anstoßen ein trockenes, erwachsenes Glas suchen und auf Alkohol verzichten. Er passt zu Hochzeiten, Konfirmationen und runden Geburtstagen, zum Sonntagsbrunch und zum Festessen mit Meeresfrüchten. Auch an Silvester macht er sich gut neben den Sektflaschen, wenn um Mitternacht alle die Gläser heben. Als Gastgeber stellst du ihn neben den Sekt, so hat jeder Gast etwas Passendes im Glas. Als Mitbringsel ist er eine gute Wahl für Menschen, die gern kochen und sonst Weißwein öffnen. Fruchtiger und etwas süßer ist der Fruchtsecco Traube. Die Quitte als stillen Nektar findest du im Konstantinopeler Apfelquitte Nektar. Alle Flaschen der Kelterei stehen auf unserer Seite zu van Nahmen. Nicht geeignet ist dieser Secco als süßer Durstlöscher für Kinder – dafür endet er zu trocken und herb.
Quitte und Apfel, prickelnd und trocken – der alkoholfreie Bio-Fruchtsecco aus Hamminkeln für den ersten Toast und die Kaffeetafel.