Schwarze Nüsse sind ein Geheimtipp für jeden Feinschmecker. Die eingelegten, kandierten Walnüsse begeistern mit einem außergewöhnlich intensiven Geschmack. Wer die Delikatesse selbst herstellen will, braucht Zeit und Geduld — der Aufwand lohnt auf jeden Fall.
Was sind Schwarze Nüsse und wie schmecken sie?
Unter Schwarzen Nüssen versteht man in Gewürzsirup eingelegte unreife Walnüsse. Durch die besondere und zeitintensive Zubereitung erhält die Delikatesse eine butterweiche Konsistenz, ein aromatisches Nussaroma und ihre charakteristisch schwarze Farbe. Je nach Gewürzmischung entwickeln Schwarze Nüsse unterschiedliche Geschmacksnuancen — im Mittelpunkt steht aber immer das intensive Nussaroma.
Die ursprüngliche Herkunft Schwarzer Nüsse liegt in der Pfalz. Wegen ihrer optischen Ähnlichkeit mit dem edlen Speisepilz nennt man sie auch Fränkischer oder Pfälzer Trüffel. Da man die Walnüsse für die Herstellung im Juni ernten muss, heißen sie auch — in Anlehnung an das frühsommerliche Fest — Johanninüsse. Schwarze Nüsse bereitet man traditionell auch in Persien und Griechenland zu.
Wann erntet man Schwarze Nüsse?
Nur mit wenigen Tagen Zeitfenster kann man die unreifen, noch grünen Walnüsse ernten — meist Ende Juni, rund um den Johannistag (24. Juni). Die Nüsse müssen noch so weich sein, dass sich eine Stricknadel problemlos hindurchstechen lässt. Sobald sich die innere Schale verhärtet, sind sie für die Herstellung Schwarzer Nüsse nicht mehr geeignet.
Geschmackliche Verwendung
Schwarze Nüsse sind eine echte Delikatesse zu:
- Wildgerichten — klassisch zu Wildschwein oder Reh
- Kräftigen Käsesorten — vor allem zu Bergkäse und Blauschimmel
- Schokolade und Desserts — auf Vanilleeis ein Geschmacksabenteuer
- Foie Gras — in der gehobenen Küche eine klassische Paarung
Das aromatische Einlegesirup eignet sich hervorragend als Glasur für Braten oder als süß-bittere Note in Cocktails.