Bereits in der Antike war Sumach als Würzmittel im Mittelmeerraum sehr beliebt und wurde gerne für das Verfeinern von Fleisch- und Fischgerichten verwendet. Die Römer verwendeten es als Säuerungsmittel lange bevor die Zitrone ihren Weg nach Europa fand. Auch heute noch ist das herb-säuerliche Gewürz besonders stark in der arabischen, türkischen und libanesischen Küche verbreitet und wird dort fast so häufig verwendet wie bei uns Pfeffer und Salz.
Schnelle Fakten
| Wissenschaftlicher Name | Rhus coriaria |
|---|---|
| Familie | Sumachgewächse (Anacardiaceae) |
| Weitere Namen | Sumak, Gewürzsumach, Gerber-Sumach, Sizilianischer Zucker, Färberbaum |
| Ursprung | Östlicher Mittelmeerraum: Türkei, Syrien |
| Verwendete Teile | Getrocknete Früchte |
Wonach schmeckt Sumach?
Sumach hat ein säuerlich-fruchtiges Aroma mit einer leicht herben Note — erinnert an Zitrone, aber mit mehr Tiefe und einer dunkleren Charakteristik. Die rotbraune Farbe ist sein optisches Markenzeichen.
Verwendung in der Küche
- Orientalische Küche: Klassisch im Za'atar-Gewürzgemisch (mit Thymian, Sesam, Salz)
- Fleischgerichte: Vor allem zu Lamm und Geflügel
- Fisch: Eine Prise über gegrillten Fisch — statt oder zusätzlich zu Zitrone
- Salate: Klassisch im Fattoush (libanesischer Brotsalat)
- Hummus und Dips: Zum Bestreuen, gibt Säure und schöne Farbe
- Marinaden: Mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern
Wo bekomme ich Sumach?
Sumach gibt es in türkischen Lebensmittelgeschäften, orientalischen Spezialitäten-Läden und gut sortierten Gewürz-Manufakturen. Achte auf eine kräftig rotbraune Farbe — sehr blasse Ware ist meist zu alt und hat Aroma eingebüßt.
Aufbewahrung
Trocken, dunkel und luftdicht aufbewahren. Bei richtiger Lagerung hält sich Sumach 1–2 Jahre — danach lässt die Aromaintensität spürbar nach.