Wissenswertes rund um den beliebten Aperitivo
Schnelle Fakten
- Der Negroni ist ein Cocktail auf Basis von Gin, rotem Wermut und Campari
- Klassisches Mischverhältnis: 1:1:1
- Als Garnitur wird eine halbe Orangenscheibe oder eine Orangenzeste verwendet
- Erfunden 1919 in Florenz durch den italienischen Grafen Camillo Luigi Negroni
Was ist ein Negroni?
Der Negroni ist ein italienischer Aperitif-Klassiker auf der Basis von Gin, Rotem Wermut und Campari. Der Drink ist nicht für schwache Nerven — die herbe und kräftige Mischung aus drei Spirituosen hat es in sich. Die perfekte Balance der Zutaten entscheidet über das Genusserlebnis. Die Barszene ist sich einig: weniger ist mehr.
Geschichte des Negroni
1919 in Florenz: Graf Camillo Luigi Negroni saß in seiner Lieblingsbar (Caffè Casoni) und wollte seinen üblichen Americano (Campari, Wermut, Soda) etwas spritziger haben. Der Barkeeper Fosco Scarselli ersetzte das Soda durch Gin — und damit war der Negroni geboren. Mit einer Orangenscheibe statt Zitrone garniert wurde er zum Markenzeichen des Grafen.
Zutaten und Zubereitung
Klassisches Rezept:
- 3 cl London Dry Gin
- 3 cl Roter Wermut (z.B. Cinzano Rosso, Carpano Antica Formula)
- 3 cl Campari
- Garnitur: Orangenzeste oder halbe Orangenscheibe
Zubereitung: Alle Zutaten in einem Rührglas mit Eis gut rühren (nicht schütteln!). In ein vorgekühltes Tumbler-Glas auf einen großen Eiswürfel abseihen. Mit Orange garnieren.
Negroni-Varianten
- Negroni Sbagliato: Gin wird durch Prosecco ersetzt — leichter und perlend
- White Negroni: Mit Suze oder Cocchi Americano statt Campari — heller und kräuterig
- Boulevardier: Bourbon statt Gin — vollmundiger und süßer
- Old Pal: Mit Rye Whiskey und trockenem Wermut
Welcher Gin passt am besten?
Ein klassischer London Dry Gin mit klarer Wacholdernote ist die ideale Basis — er hält gegen die Bitterkeit des Campari und die Süße des Wermut. Aromatisiertere New-Western-Gins können auch funktionieren, ergeben aber einen weniger klassischen Negroni.