Estragon veredelt herzhafte Gerichte und fruchtige Desserts mit feiner Kräuternote. Du kannst das Gewürz ideal für Eintöpfe und Schmorgerichte verwenden. Wer Balkon oder Garten hat, kann die Pflanze im Topf oder Freiland anbauen und frisch ernten.
Steckbrief und schnelle Fakten
| Wissenschaftlicher Name | Artemisia dracunculus |
|---|---|
| Familie | Korbblütler |
| Weitere Namen | Biertram, Drachant, Dragon, Dragun, Eierkraut, Kaisersalat |
| Ursprung | Südasien, China, Sibirien |
| Verwendete Teile | Blätter, junge Triebe, Blüten |
Französischer vs. Russischer Estragon
Es gibt zwei Hauptvarianten:
- Französischer Estragon: Intensiv anisartig-süßlich, das „echte“ Küchenestragon
- Russischer Estragon: Robuster im Anbau, aber deutlich milder im Geschmack — weniger aromatisch
Für die Küche ist Französischer Estragon klar zu bevorzugen.
Wie schmeckt Estragon?
Estragon hat ein charakteristisches anisartig-süßliches Aroma mit feinen herben und fast pfeffrigen Untertönen. Das macht ihn unverkennbar und ungewöhnlich in der Küche.
Verwendung in der Küche
- Klassische französische Küche: Béarnaise, Hollandaise, Sauce Tartare
- Hähnchen und Geflügel: Klassisches Poulet à l'estragon
- Fisch: Vor allem zu hellem Fisch — Forelle, Lachs, Hecht
- Eierspeisen: Omeletts, Rührei, Eiersalat
- Kräuteressig: Estragonessig — ein französischer Klassiker
- Senf: Frischer Estragonsenf zu Geflügel und Eierspeisen
Anbau im eigenen Garten
Französischer Estragon ist mehrjährig und braucht einen sonnigen, geschützten Standort. Aussaat ist schwierig — besser Setzlinge kaufen. Im Winter mit Reisig oder Vlies abdecken. Russischer Estragon ist deutlich anspruchsloser, dafür weniger aromatisch.
Aufbewahrung
Frisch in einem Glas Wasser oder in feuchtem Küchenpapier im Kühlschrank 5–7 Tage. Getrocknet verliert er stark an Aroma — besser frisch oder eingefroren (kleingehackt mit Olivenöl in Eiswürfel-Behältern).