Rechtlicher Hinweis (alkoholische Getraenke): Nach EU-Health-Claims-Verordnung und Paragraph 11 LFGB sind fuer Getraenke mit mehr als 1,2 Prozent Alkohol jegliche gesundheits- oder krankheitsbezogenen Werbeaussagen verboten. Wir beschraenken uns daher auf Geschichte, Herstellung, Geschmacks- und Cocktail-Tradition. Genuss verantwortungsvoll, kein Verkauf an Personen unter 18 Jahren.
Was ist ein Gin Tonic und wie schmeckt der Drink?
Gin & Tonic ist ein Longdrink, der im klassischen Verhaeltnis 1:3 aus Gin und Tonic Water besteht. Der Drink ueberzeugt durch sein kuehles, herb-aromatisches Profil mit der charakteristischen Wacholder-Note des Gins und der bitter-spritzigen Tonic-Note des Chinin-Soda-Wassers. Garnitur und Beigaben — von Zitronenzeste bis zu Botanicals wie Pfefferkoernern, Rosmarin oder Gurkenscheiben — geben dem Drink eine individuelle Pratique.
Die Geschichte des Gin Tonic
Die Verbindung von Gin und Tonic Water hat einen britisch-kolonialen Ursprung. Im 19. Jahrhundert nutzten britische Truppen und Beamte in tropischen Regionen Chinin als Mittel gegen Malaria. Da Chinin in seinem Reinzustand sehr bitter ist, wurde es mit Zuckerwasser und Sodawasser zu einem suess-bitteren Getraenk gemischt — dem Tonic Water. Die Briten gaben gerne einen Schuss Gin dazu, um den Geschmack abzurunden. So entstand der Klassiker.
Als eigenstaendiger Cocktail wurde Gin Tonic ab den 1860er Jahren bekannt und etablierte sich schnell in Pubs und Bars weltweit.
Das klassische Rezept
Klassischer Gin Tonic — Zutaten fuer ein Glas:
- 50 ml Gin (London Dry, klassisch trocken)
- 150 ml Tonic Water (Indian Tonic oder Dry Tonic)
- Eiswuerfel (gross, kalt, klar)
- Zitronen- oder Limettenzeste oder eine duenne Gurkenscheibe als Garnitur
Zubereitung:
- Ballonglas (Copa) gut vorkuehlen, mit grossen Eiswuerfeln befuellen.
- Gin ueber das Eis giessen.
- Tonic Water vorsichtig am Glasrand entlang einschenken — so bleibt die Kohlensaeure erhalten.
- Mit dem Barloeffel ganz kurz und sanft umruehren.
- Mit Zitronenzeste, Limette oder Gurke garnieren und sofort servieren.
Gin-Sorten und ihr Geschmack
- London Dry Gin — der Klassiker: trocken, wacholderbetont (Tanqueray, Beefeater, Sipsmith)
- New Western Gin — weniger wacholderlastig, kraeuter- oder fruchtbetonte Botanicals
- Plymouth Gin — etwas weicher und runder als London Dry
- Old Tom Gin — leicht suesslich, historische Stilrichtung
- Genever / Jenever — der niederlaendische Vorlaeufer mit malzigem Charakter
- Navy Strength — sehr stark (mind. 57 % vol)
Tonic Water — eine Welt fuer sich
- Indian Tonic — der Klassiker, stark suess-bitter mit Chinin
- Dry Tonic — weniger suess, mehr Bitterkeit
- Mediterranean Tonic — mit zusaetzlichen Botanicals wie Lavendel oder Rosmarin
- Light Tonic — kalorienreduziert
- Elderflower Tonic — mit Holunderbluete
Garnitur und Botanicals
Die Garnitur ist mehr als nur Deko — sie betont bestimmte Aromen des Gins. Faustregel:
- London Dry + Zitrone oder Limette
- Fruchtige New Western Gins + frische Beeren oder Apfel
- Kraeuter-Gins + Rosmarin, Thymian oder Pfefferkoerner
- Hendrick's Gin + Gurkenscheibe (klassisch)
- Spanische Gin-Bars verwenden gerne grosse Botanicals wie Sternanis, getrocknete Orangenscheiben oder Zimtstangen
Glas und Eis
Das ideale Glas fuer Gin Tonic ist das Copa-Glas (Ballonglas) — die runde Form konzentriert die Aromen, der breite Rand ermoeglicht das Riechen. Wichtig: viel und vor allem grosses Eis. Es kuehlt staerker und schmilzt langsamer, der Drink bleibt laenger ausgewogen.
Tipps von der Bar
- Glas immer gut vorkuehlen
- Tonic frisch oeffnen — abgestandenes Tonic ist eine Suende
- Garnitur am Rand des Glases andruecken, dann hineingleiten lassen
- Nicht zu stark ruehren — Kohlensaeure ist wichtig
- Probieren — verschiedene Gin-Tonic-Kombinationen entdecken