Drei Freunde aus dem Taunus teilen eine Leidenschaft: die Liebe zu England und dem britischen Nationalgetränk. Mit Klasse, Stil und Herzblut kreieren die hessischen Gentlemen ihren eigenen Irving Gin.
Gespräch mit Philipp de Bruijn von Irving Gin
Herr de Bruijn, warum sind Sie ein leidenschaftlicher Gin-Liebhaber?
Ich bin als halber Holländer mit Gin groß geworden. Für die Holländer ist Gin, was für die Deutschen der Korn. Zudem war ich auf einem Internat in England — für die Briten ist Gin das Nationalgetränk. Eine Zeit lang habe ich in Afrika gelebt und beim Sundowner immer einen Gin Tonic genossen. Diese Zeiten haben mich geprägt. Gin muss eine Geschichte erzählen.
Gin gibt es in rauen Mengen. Woran erkennt man Qualität?
Gin muss einem in erster Linie selbst schmecken — das ist das Wichtigste. Ich persönlich will meinen Gin pur genießen können. Er muss lange leben und mir seine Geschichte erzählen. Das ist genau wie bei einem Whisky. Ein guter Gin fängt mit der Nase an. Erst riecht man ihn, dann spürt man ihn vorne auf der Zunge, bis er sich in Gaumen und Backen entfaltet. Einen guten Gin schmeckt man mit allen Sinnen. Es dauert — wie beim Whisky — eine Weile, bis sich die Geschmackssinne ausbilden. Zuerst schmeckt man nur eine starke Schärfe. Mit der Zeit erkennt man die Fruchtnoten und die feinen Botanicals.
Was macht euren Irving Gin besonders?
Wir verwenden für Irving Gin nur sorgfältig ausgewählte Botanicals — klassische wie Wacholderbeeren und Koriander, ergänzt um regionale Komponenten aus dem Taunus. Jede Charge wird in kleinen Mengen destilliert und von Hand abgefüllt. Das verleiht dem Gin seine charakteristische Tiefe und seinen unverwechselbaren Stil.