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Apfelessig ist ein Allrounder in der Küche. Mit fruchtigen Aromen und angenehmer Säure veredelt er Salate, Suppen und Saucen. Naturbelassen entsteht er ausschließlich aus Äpfeln und gehört seit Generationen zu den klassischen Vorratsschätzen in deutschen Küchen.
Schnelle Fakten rund um Apfelessig
- Apfelessig entsteht durch ein Gärverfahren. Dabei entscheidet die Qualität der Rohstoffe über den Geschmack. Minderwertige Produkte werden aus Apfelresten produziert. Hochwertiger Apfelessig wird aus der ganzen Frucht gewonnen. Nach der Gärung sollte der Obstessig zur Reifung kurze Zeit lagern.
- Schon zu Zeiten unserer Großeltern diente Apfelessig in Wasser als erfrischender Durstlöscher.
- Du kannst Apfelessig ganz einfach selbst herstellen: Apfelwein oder Apfelmost mit einem kleinen Teil Apfelessig versetzen und ein paar Tage warten.
- In der traditionellen Hauskosmetik wird Apfelessig seit Generationen verwendet.
Apfelessig — Trendsetter mit Geschichte
Bereits vor 10.000 Jahren nutzten die Menschen Essig. Die alten Babylonier gewannen ihn aus dem Saft der Dattelpalme. Ägypter, Griechen und Römer entdeckten Essig zufällig als Nebenprodukt beim Weinkeltern. Erst im 18. Jahrhundert kamen Wissenschaftler dem chemischen Prozess auf die Spur. Sie entdeckten, dass es sich bei der Essiggärung um einen oxidativen Prozess von Mikroorganismen handelt.
Herstellung und Sorten
Bei der Herstellung von Apfelessig wird Apfelmost oder Apfelwein mit Essigsäurebakterien versetzt. Diese wandeln den Alkohol in Essigsäure um. Naturbelassener Apfelessig wird nicht filtriert und enthält die sogenannte „Essigmutter" — eine sichtbare Trübung, die für die natürliche Herstellungsweise spricht.
Im Handel unterscheidet man zwischen klarem (filtriertem) Apfelessig, der mild und einsteigerfreundlich ist, und naturtrübem, unfiltriertem Apfelessig, der komplexer schmeckt und gerne von Apfelessig-Liebhabern bevorzugt wird.
Apfelessig in der Küche
Apfelessig veredelt mit seiner fruchtig-milden Säure zahlreiche Gerichte. Klassisch verwenden wir ihn für:
- Salatdressings — besonders gut zu Feldsalat, Karotten, Rote-Bete-Salat
- Marinaden für Geflügel, Schwein oder Gemüse
- Saucen wie Vinaigrette, Senfsoßen oder Chutneys
- Eingelegtes Obst und Gemüse — Bayerischer Apfel-Chutney, eingelegte Zwiebeln
- Erfrischungsgetränke — als Switchel mit Wasser, Honig und Ingwer
- Backen — als natürlicher Triebmittel-Partner zu Natron
Worauf beim Kauf achten?
Achte beim Apfelessig-Kauf auf folgende Qualitätsmerkmale: Naturbelassen und unfiltriert, idealerweise aus biologischem Anbau, ohne Zusatzstoffe oder Aromen, möglichst in Glasflaschen abgefüllt. Hochwertiger Apfelessig stammt aus der ganzen Frucht und nicht aus Schalen-Resten.
Lagerung
Apfelessig ist dank seines Säuregehalts sehr lange haltbar. Lagere ihn dunkel und bei Zimmertemperatur. Eine Essigmutter, die sich nach längerer Standzeit bildet, ist kein Mangel, sondern ein Zeichen für natürliche Herstellung.